Katholische Kirche Rösrath

Gott komm, hilf ... (Kommentar)

Was gibt's Neues im neuen Pfarrbrief? Neu ist eine Leserbrief-Ecke. Der Leserbriefschreiber Rainer Mauer fragt: Warum fusionieren unsere Fördervereine nicht? Eine Frage, die sich wohl viele Gemeindemitglieder stellen, die das Zusammenwachsen der ehemaligen Teilbereiche zu einer neuen Einheit befürworten.

Der Leserbriefschreiber Gert Rustemeyer beschäftigt sich mit dem Titel "gott.komm". Er sieht darin die Bitte des Vaterunsers "Dein Reich komme". In der exakten Wortfolge findet sich der Ausdruck "Gott komm" übrigens in den Stundengebeten. Priester und Ordensleute beten täglich mehrmals einen Einleitungsvers bei den Stundengebeten:

0 Gott, komm mir zu Hilfe; Herr, eile, mir zu helfen (Ps 69,2).

Für Augustinus drückt sich in den regelmäßigen, täglichen Stundengebeten die Sehnsucht nach Gott aus. Das Wort in der Heiligen Schrift "Betet ohne Unterlass" (1 Thess 5,17) sieht Augustinus als immer währende Bitte im Hinblick auf das glückselige ewige Leben, das uns niemand sonst als Gott vermitteln kann.

Der Leserbriefschreiber Gert Rustemeyer findet den Titel "gott.komm" genial, weil er zeitgemäß das "moderne Kommunikationsmittel der Computersprache" aufnimmt. Rustemeyer unterstützt damit die Öffnung zur Lebenswelt von Jugendlichen, die neben vielfältigen persönlichen Kontakten in Schule, Sportvereinen oder sonstigen Gruppierungen auch telefonieren, mailen und sich im Internet informieren. Informative Internetseiten sind damit so viel oder so wenig "persönlich" wie die Tageszeitung oder ein Pfarrbrief. Die häufig in den Vordergrund gerückten Bedenken im Hinblick auf die scheinbar anonymen und unpersönlichen Medien, vernachlässigen den Nutzen von Broschüren, Telefon, E-Mail und Internetseiten. Medien sind Mittel. Es kommt darauf an, wie man sie persönlich nutzt.

Neu ist auch eine Fragebogenaktion. Der Pfarrgemeinderat spricht von einem "Aufbruch", an dem sich möglichst viele beteiligen können bzw. sollen. Dass der Fragebogen beim Erscheinen des Pfarrbriefs noch nicht, wie im Heft angekündigt, an den Schriftenständen in den Kirchen ausliegt, zeigt, dass es noch einiger Anstrengungen bedarf, die Öffentlichkeitsarbeit abzustimmen und zu vernetzen. Die Chancen und Talente, die in der Pfarrgemeinde vorhanden sind, zu kommunizieren, zu bündeln und schlussendlich sinnvoll zu nutzen ... diese Chancen könnten vielleicht durch den Fragebogen offengelegt werden.

Es fällt auf, dass in dem von der Pfarrbriefredaktion zur Verfügung gestellten PDF-Dokument (im Gegensatz zur Druckausgabe) die hübschen Fotos der Mitglieder des Kirchenvorstandes im Internet fehlen. Es ist sicherlich jedermanns eigene Entscheidung, wie er in der Öffentlichkeit in Erscheinung tritt. Wenn die Mitglieder keinen Internetauftritt mit Konterfei wünschen, dann muss man das respektieren. Das Bild, das jemand nach außen hin abgibt, bestimmt er selbst. Das ist zu respektieren! Es ergibt sich allerdings die Frage: Was ist das für ein Öffentlichkeitsbegriff, bei dem man je nach Medium sein Gesicht zeigt oder nicht?

In der ersten Ausgabe von gott.komm gab es auch eine Rubrik "Lyrik", die leider in der zweiten keinen Platz mehr fand. Zum Titel "gott.komm" erreichte uns noch eine Leserzuschrift, die zum Titel des Pfarrbriefs als eine etwas andere Art des (Stunden-)Gebets und als Lyrik-Beitrag gepasst hätte. Und die wir Ihnen deshalb als informative Ergänzung nicht vorenthalten möchten.:

Gott komm
Ein Mensch fragt sich in seiner Not:
Wohin führt uns Gevatter Tod?
Verschwinden wir und werden geh'n
auf ew'ges Nimmer-Wiederseh'n?
Gott komm hilf und stell die Weichen,
dass wir die Himmelstür erreichen.
Caesarius

Fazit: Im Großen und Ganzen ist es wieder eine gelungene Informationsquelle, nicht nur für Leser auf lokaler Ebene. Kardinal Meisner wird im Zusammenhang mit einer guten Öffentlichkeitsarbeit zitiert: "Alle sollen es wissen!". Auch unser Kardinal kann, dank moderner Kommunikationstechnik, den Rösrather Pfarrbrief jetzt als PDF-Dokument lesen.

(wp)

 

+++ Neu +++

Pfarrmitteilungen der Woche
mit den aktuellen Gottesdienstzeiten

125 Jahre Kirchenchor
Termine des Kirchenchores St. Nikolaus von Tolentino im Jubiläumsjahr 2012

Gebetsanliegen des Papstes
Benedikt XVI.: Dass alle Völker der Erde durch das gegenseitige Kennenlernen und die gegenseitige Achtung in Einklang und Frieden wachsen.
siehe: Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke