Singen und mehr
Viele Chöre klagen über Nachwuchsmangel und Überalterung. Manchmal wären kräftige junge Stimmen wünschenswert, damit die Auftritte noch besser gelingen und der Gesang nichts zu wünschen übrig lässt. Perfektion ist aber garnicht die unbedingte Zielsetzung der überwiegenden Zahl der Kirchenchöre.
"Nicht jeder Kirchenchor muss Händels "Halleluja" oder Mozarts "Orgelsolomesse" singen können. Auch ist nicht jeder Chorleiter ein Karajan."¹
Für die meisten der Sängerinnen und Sänger ist es wichtig, dass der Gesang ihnen Freude bereitet, auch wenn hin und wieder das Singen noch verbesserungswürdig sein mag. Vielen Chormitgliedern bieten die regelmäßigen Chorproben und schließlich die Auftritte zum Lobe Gottes und Freude der Menschen auch Geborgenheit in einer Gemeinschaft; einer Gemeinschaft, die neben der musikalischen Mitgestaltung von Gottesdiensten sich auch des Öfteren in geselliger Runde trifft, z.B. um gemeinsam einen runden Geburtstag eines Chormitgliedes zu feiern oder einen Chorausflug zu unternehmen. Kirchenchöre sind mehr als bloße projektbezogene Zweckgemeinschaften, die sich nach dem Auftritt auflösen. Kirchenchöre haben deshalb für viele ihrer Mitglieder auch eine dauerhafte, soziale Funktion.
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¹ vgl.: Siegbert Klein: Nicht nur Händels "Halleluja", in: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, 47/09, 20. Nov. 2009, S. 2