Katholische Kirche Rösrath

Christentum und Islam

Bibel und Koran, zwei heilige Bücher, Grundlage für zwei monotheistische Weltreligionen, die sich in Ursprung und Auslegung durch die Gläubigen, die sich darauf berufen, deutlich unterscheiden. Die Christen haben für die Anwendung und Umsetzung der Bibeltexte in ihr gläubiges Leben den Katechismus als Hilfe. Für Muslime dagegen ist der Koran das erhabenste Zeichen Gottes im Universum, er ist die wortwörtliche Botschaft Gottes an die Menschen, das "reine Wort Gottes", mitgeteilt durch den Propheten Mohammed, der sie von Gott empfangen und aufgeschrieben hat. Er enthält Anweisungen für die persönliche Lebensführung und dient als Quelle ethischer Orientierung. Danach zu leben ist für den gläubigen Muslim einfach, es steht geschrieben, was zu tun ist, und wenn er etwas nicht versteht, steht ihm der Imam mit seiner Interpretation zu Seite. Mohammeds Leben ist die Richtschnur allen Tuns. Die schriftliche Quelle dafür ist die Sunna, eine Sammlung von hadith genannten Berichten über sein Leben.

Koran und hadith äußern sich ausführlich über die Stellung der Frau, und zwar sowohl über ihre religiösen Rechte und Pflichten als auch über ihre Rolle und Stellung in der Gesellschaft. Er fordert deutlich gleiche Rechte und Pflichten für Mann und Frau. Es gibt aber auch widersprüchliche Koranverse, die den Mann deutlich als der Frau überlegen darstellen, bis hin zu der Anweisung, dass die Frau geschlagen und aus dem Schlafgemach verbannt werden darf, so sie sich widerspenstig und nicht demütig verhält. Es gibt moderne Erklärungen für solche Verse. So sollen sie nur deshalb in den Koran aufgenommen worden sein, weil der Glaube an die Minderwertigkeit der Frau in der arabischen Gesellschaft dieser Zeit tief verwurzelt und die männliche Überlegenheit allgegenwärtig war. Ähnlich unterscheidet der Koran in bezug auf die Heirat und das Scheidungsrecht .

Bereits zweimal trafen sich 2011 interessierte Zuhörer im Pfarrheim von St. Servatius in Hoffnungsthal, um sich mit Frau Gertrud Vreden in die Thematik "Christentum und Islam" hineinzufinden. Frau Vreden, in unserer Gemeinde für ihre lebendigen, sachkundigen Ausführungen zu ihren jeweiligen Referatsthemen durchaus bekannt, sprach am 21. September über "Die Frau im Islam und Christentum - Texte aus Koran, Hadith, Bibel und Katechismus". Es war dies die Fortsetzung ihres ersten Vortrags zum gleichen Thema am 11. Mai: "Christentum und Islam - Gottes Heil und Menschenbild in den beiden Religionen". Beide Veranstaltungen waren gut besucht.

Zum Thema "Christentum und Islam" gibt es noch viel Informationsbedarf , so wir unsere Mitmenschen muslimischen Glaubens besser kennenlernen und verstehen wollen. Zu weiterem regen Gedankenaustausch wird bald Gelegenheit sein: Der nächste Gesprächstermin ist für den 18. Januar 2012 vorgesehen. Näheres dazu wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.

(AE)

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