Das Projekt – Worum geht es konkret

Zwiebelblüte mit Biene (c) privat

Konkret geht es um die Erhaltung von Lebensraum und Lebensbedingungen für die Tier- und Pflanzenwelt. Das große Potenzial an vorhandenen Gärten wird heute nicht so genutzt, dass sich Artenvielfalt entwickeln kann. Das trifft auch für die kirchlichen Anlagen in unserer Gemeinde St. Nikolaus zu. 

Mit dem Projekt „Artenvielfalt fördern – Schöpfung bewahren“ wollen wir über Beratung und Netzwerkarbeit lernen, wie Artenvielfalt auf diesen Flächen umgesetzt und nachhaltig entwickelt werden kann. Damit wollen wir bewirken, dass die Idee auf viele Menschen im Umfeld überspringt und das Wissen über Zusammenhänge zum Schutz und Ausbau von Ökosystemen wächst.

Wichtig ist uns der Grundsatz: „Ökologie und Artenvielfalt geht vor „Ästhetik – Schönheit - Harmonie“.

Begonnen haben wir mit dem Garten des Augustinushauses und mit dem Bereich der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) am Jugendkeller am Kirchenstandort St. Servatius in Hoffnungsthal.

Folgende Maßnahmen haben wir bereits realisiert:

  • Ein Sandarium bietet Wildbienen Unterschlupf, Schutz und Rückzugsraum
  • Eine große Wildstaudenwiese ist gesät und wird vielfältige Nahrung für Wildbienen und Insekten bieten
  • Ein Lesesteinhaufen und eine Totholzhecke bieten Unterschlupf für viele Kleintiere
  • Ein Insektenhotel, als Herberge für viele Wildbienenarten, die sich ansiedeln werden
  • Eine Brennnesselecke entwickelt sich für Schmetterlinge und ihre Larven
  • Nistkästen für Mauersegler, Stare, Rothkehlchen, Fledermäuse, Spatzen und Meisen werden den Vögeln eine Brutstätte geben, wo sie auch Nahrung finden
  • Bäume und Naschhecken werden Früchte tragen und Nahrungsquelle für viele Tiere sein
  • Ein Hochbeet und ein Schlüssellochbeet sind angelegt, Kräuter und Gartenfrüchte werden im Laufe des Jahres wachsen und werden geerntet, von Tieren und Menschen

Im weiteren Jahresverlauf werden wir die große Steinmauer zur Jahnstraße mit Blumenstauden in Rückzugsbereiche für viele Insekten und andere Tierarten umgestalten. Und wir werden die große Grasfläche hinter dem Augustinushaus im Herbst mit Setzzwiebeln für Krokusse und verschiedene Arten von Frühlingsblühern bepflanzen. Damit haben im nächsten Frühjahr die Wildbienen einen „reich gedeckten Tisch“ und bessere Überlebenschancen nach der langen Winterzeit.