Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Forsbach stark; die ersten katholischen Gottesdienste fanden zunächst unter einfachen Bedingungen statt – unter anderem in einer ehemaligen Hühnerfarm, die im Volksmund „St. Kikeriki“ hieß.
1964 wurde der Grundstein für die heutige Heilig-Geist-Kirche im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils gelegt, 1968 wurde sie eingeweiht. Nach Plänen des Kölner Architekten Erwin Schiffer entstand ein für seine Zeit moderner Kirchenbau mit Wohnhäusern, Pfarrzentrum und Kindergarten. Heute stehen die Kirche, der Glockenturm und die Außenanlagen unter Denkmalschutz und sind ein bedeutendes Zeugnis des Kirchenbaus der Nachkriegszeit im Rheinland.
Heute entwickelt sich der Kirchort erneut weiter: Die bisherigen Gebäude des Pfarrzentrums weichen, unmittelbar neben Kirche und Glockenturm entsteht die neue Kita Himmelszelt mit Platz für 80 Kinder. Zugleich wird im Rahmen des REGIONALE-Projekts „Kirche gibt Raum / Offene Kirche Forsbach“ geprüft, wie die Kirche künftig noch stärker für Begegnung und vielfältige Nutzungen geöffnet werden kann – etwa durch den Einbau eines Kubus als „Raum im Raum“.
So bleibt Heilig Geist ein Ort des Glaubens und der Gemeinschaft – und zugleich ein sichtbares Zeichen dafür, wie sich Kirche im Wandel der Jahrzehnte immer wieder neu auf ihre Zeit und die Menschen vor Ort ausrichtet.