Die katholische Pfarrkirche St. Walburga im Zentrum von Overath ist ein geschichtsträchtiges Gotteshaus, das historische Architektur mit moderner Erweiterung verbindet. Die Ursprünge gehen auf eine Schenkung des Kölner Erzbischofs Anno II. an die Benediktinerabtei Siegburg im Jahr 1064 zurück. Der erste, aus Holz und Fachwerk bestehende Bau wurde der heiligen Walburga geweiht, nachdem die Gemeinde eine Reliquie der Heiligen erhalten hatte.
Nach einem Brand der alten Fachwerkkirche ließ der Siegburger Abt Cuno I. um 1274 an gleicher Stelle eine steinerne Kirche errichten, deren Grundstrukturen bis heute den historischen Kern bilden.
Der alte Gebäudeteil präsentiert sich als schlichter, formschöner Bau mit ausgewogenen Proportionen. Prägend für das äußere Erscheinungsbild sind die massiven Grauwacke-Mauern, die der Kirche eine kräftige und wuchtige Optik verleihen. Der markante Kirchturm ragt rund 60 Meter in die Höhe. Im historischen Inneren ist der Raum klassisch durch Säulen unterteilt. Der in den 1950er-Jahren hinzugefügte moderne Trakt bildet einen spannenden architektonischen Kontrast dazu und zeichnet sich unter anderem durch künstlerisch gestaltete Betonglasfenster (von Ludwig Schaffrath) aus, die viel Licht in den Raum lassen.